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Diabetes
Heutzutage leiden mehr als 246 Millionen Menschen an Diabetes mellitus, wobei 122 Millionen Frauen davon betroffen sind. Bis zum Jahr 2025 soll die Zahl der Frauen auf 192 Millionen ansteigen. Im Gegensatz zu Männern sind Frauen von den Diabetes Komplikationen weitaus stärker betroffen. Das Risiko des Todes in Folge einer koronaren Herzkrankheit ist zum Beispiel um 50% höher als bei männlichen Diabetikern. Ebenfalls ein erhöhtes Risiko bei Frauen ist das Auftreten einer Depression. Eine Schwangerschaft sollte von Diabetikerinnen genau geplant werden, denn die Gesundheit des Kindes hängt von der korrekten Blutzucker-Einstellung ab.
Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine chronische Störung des Stoffwechsels, bei dem das Hormon Insulin und der Einfachzucker Glukose beteiligt sind.
Tückisch an Diabetes ist die oft sehr lange beschwerdefreie Zeit. Es gibt jedoch einige Symptome die frühzeitig auf Diabetes hinweisen können. Die erste Auffälligkeit ist großer Durst, begleitet von Abgeschlagenheit und Leistungsabfall. Doch auch Juckreiz, Appetitlosigkeit, Sehstörungen, schlechte Wundheilung oder Hautinfektionen sind typische Symptome.
Unterscheiden lassen sich zwei Arten von Diabetes, nämlich Typ 1 und Typ 2.
Bei Diabetes Typ 1 handelt es sich um den klassischen Insulinmangel-Diabetes. Meist beginnt dieser im Kindes- und Jugendalter, also bei Personen die unter 40 sind. Diese Art von Diabetes kommt jedoch selten vor, dass heißt es sind etwa 5-10% betroffen. Bei der Entstehung des Typ 1 spielen genetische Faktoren keine Rolle, sodass möglicherweise eine Virusinfektion ausschlaggebend für das Auftreten des Typ 1 ist.
Diabetes Typ 2 ist gekennzeichnet durch eine abnormale Erhöhung der Blutzuckerwerte. Früher wurde diese Krankheit auch als nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus oder Altersdiabetes bezeichnet. Begünstigt wird er durch fettreiche und ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Bluthochdruck und natürlich durch das höhere Lebensalter. Diabetes Typ 2 beginnt meist schleichend und wird in vielen Fällen erst zu spät erkannt, sodass Schäden wie koronare Herzkrankheit oder Schlaganfall die Folge sind.
Anders als bei Diabetes Typ 1 tragen genetische Faktoren zur Entwicklung von Diabetes Typ 2 bei. Je früher Diabetes Typ 2 erkannt wird, umso höher stehen die Chancen jedes Betroffenen auf ein beschwerdefreies Leben.
Für eine erfolgreiche Diabetes-Behandlung ist neben einer ausgewogenen Ernährung auch regelmäßige körperliche Bewegung sehr wichtig. Die Ernährung von Diabetikern lässt sich kaum von der Ernährung von Nicht-Diabetikern unterscheiden.
Ernährungstipps
Um starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden ist es sinnvoll für Diabetiker, Kohlenhydrate auf mehrere Mahlzeiten aufzuteilen. Empfehlenswert sind dabei Vollkornprodukte. Diese sind stark sättigend und lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen. Außerdem sind sie reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Auch Zucker kann für Diabetiker nicht schädlich sein, jedoch nur unter folgenden Voraussetzungen:
- Nicht in Form von Getränken
- Gute Stoffwechseleinstellung
- Nicht in purer Form sondern in Lebensmitteln enthalten
- Regelmäßige Selbstkontrolle
Fette spielen in der Ernährung eine wichtige Rolle, deren Anteil nicht mehr als 30% der Gesamtaufnahme ausmachen sollte. Sinnvoll ist es, tierische Fette durch pflanzliche Fette oder Öle zu ersetzen. Eine besondere Wirkung besitzen einfach ungesättigte Fettsäuren wie zum Beispiel Oliven-, Raps- und Maiskeimöl.
Eiweiß sollte in einer Menge von etwa 10-15% , also 60g, eingenommen werden. Alkohol ist nicht vollständig tabu. Gegen 1-2 Gläschen Wein in Kombination mit kohlenhydratreicher Kost ist durchaus nichts einzuwenden. Bei übergewichtigen Diabetikern muss diesbezüglich aber auf den hohen Energiegehalt acht gegeben werden.
Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe neutralisieren freie Radikale und beugen somit typischen diabetischen Folgeschäden vor. Diese sind in frischem Obst und Gemüse enthalten und sollten daher auf dem täglichen Speiseplan stehen.
(Quelle: www.oedg.org/diabetes.html, www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/neu/diabetes_typ_1.shtml, www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/neu/diabetes_typ_2.shtml, www.ernaehrung.de/tipps/diabetes/diab11.php, www.bettertogehter.com/fileadmin/uploads/fact_sheet_woman.pdf)
Rezepte
Diätkoch Franz Dallinger hat uns einige Rezepte zur Verfügung gestellt, die für Diabetiker geeignet sind. Alle Rezepte sind erprobt und von Diätassistentinnen kontrolliert.
KARTOFFEL - ZUCCINIAUFLAUF
Zutaten für 1 Person: 4,2 BE
250 g Erdäpfel, 150 g Zuccini, 200g Tomaten, 1 Ei, 3 EL Milch, 20 G Parmesan, Butter, Salz, Muskat
Zubereitung:
Geschälte Erdäpfel in Salzwasser vorgaren, abseihen, aukühlen lassen und in Scheiben schneiden, die Zucchini und die Tomaten in Scheiben schneiden, eine feuerfeste Form ausbuttern und die Kartoffeln und das Gemüse in Schichten einlegen, wer möchte kann auch eine Schicht Toastschinken dazwischen legen. Milch mit dem Ei, Salz und Muskat verquirlen und über den Auflauf gießen.Mit Parmesan bestreuen und im Backrohr bei ca 180 Grad 15 bis 20 Minuten backen. Dieses Gericht eignet sich sehr gut zum Vorbereiten und dann nur regenerieren.
GEFÜLLTER ROSTBRATEN
Zutaten für eine Person:
140 g Rostbratenscheibe, 2 Stk. Champignons, blanchierte Spinatblätter, Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin, Salz, Pfeffer, Sonnenblumenöl
Zubereitung:
Backrohr auf 170 Grad vorheizen, Rostbraten dünn ausklopfen mit Salz und Pfeffer würzen, mit blanchierten Spinatblättern belegen, Champignon putzen, waschen und blättrig schneiden und auf den Rostbraten legen, die gehackten Kräuter darauf streuen und zusammenrollen, in Sonnenblumenöl kurz anbraten und im Rohr bei 170 Grad ca. 6 Minuten fertig braten. Als Beilage Bratkartoffeln oder Polenta-Kücherl
PENNE MIT LACHSSTREIFEN IN BASILIKUMBUTTER
Zutaten für eine Person: 4 BE
120 g Lachsfilet, 60 g rohe Penne (200 g gekocht), 20 g Butter. Zitronensaft, Basilikum, Knoblauch, Parmesan
Zubereitung:
Penne in Salzwasser bißfest kochen und abfrischen, in der Zwischenzeit Lachsfilet in Streifen schneiden, mit Salz und Zitronensaft würzen, in einer Pfanne die Butter erhitzen und den Lachs vorsichtig kurz braten, den gewaschenen in Streifen geschnittenen Basilikum dazu, Penne dazu, durchmischen und abschmecken.
Für Liebhaber des Knoblauch`s : etwas Knoblauch in der Butter mit braten. Wer es gern scharf möchte ein kleines Stück Chili-Schote mit braten.
Mit Parmesan bestreuen und servieren. Man kann auch noch einen Schuss Weißwein und ein bisschen Obers dazugeben um das Gericht ein bisschen abzurunden.
POLENTA - KÜCHERL
Zutaten für 1 Personen : 4 BE
60 g Polenta, 20 g Sauerrahm, 1 Ei (Dotter und Eiweiß trennen), Sonnenblumenöl, Salz, Muskat
Zubereitung:
Polenta in ¼ l Salzwasser einkochen, Sauerrahm, Muskat und Dotter einrühren, Eiweiß halbfest aufschlagen und unterheben, in Sonnenblumenöl goldgelbe Kücherl heraus backen. Mit Salat servieren.
TOFU-GEMÜSEPFANNE ASIATISCH
Zutaten für eine Person:
60 g Basmati-Reis, 50 g Tofu, 15 g Glasnudeln, 1 EL Sonnenblumenöl, 1 EL Sojasauce, 1 EL Weißwein, ½ TL Maizena, klare Gemüsesuppe, Gemüse nach Wahl und Saison: Champignons, Sojasprossen, Karotten, Bambussprossen, Zuckerschoten, Schalotten, Frühlingszwiebel, grüner Spargel etc.
Zubereitung:
Reis laut Packungsangabe kochen, Gemüse putzen, waschen und schneiden, Tofu in Scheiben schneiden, Glasnudeln in kaltem Wasser einweichen, Öl in der Wok-Pfanne erhitzen und das Gemüse darin braten, den Tofu danach mit braten, mit dem Weißwein und der Sojasauce ablöschen, etwas klarer Gemüsesuppe dazu, Maizena in wenig kaltem Wasser anrühren und die Gemüsepfanne damit binden, Glasnudeln in gesalzenem Wasser leicht überkochen, abseihen und unter das Gericht mischen,den Reis dazu servieren. Wenn man es süß möchte, kann man ein paar Tropfen flüssigen Süßstoff dazu geben.
Für Liebhaber scharfer Gerichte eine kleine Chili-Schote mit braten.
Man kann auch noch China-Gewürzmischungen für intensiveren Geschmack verwenden.

